Es herrscht eine entspannte Arbeitsatmosphäre, wenn wir durch das Büro touren. Kleine Teams stehen zusammen, diskutieren, lachen und tauschen natürlich Post-it-Notizen und Aufkleber aus. Es gibt nicht viel von einer klassischen hierarchischen Struktur hier zu sehen. Es mag feste Routinen und vorbestimmte Meetings geben, aber es gibt auch ständig neue Herausforderungen, die jeden Tag eine andere Form annehmen. Die Bedingungen ändern sich oft so schnell, dass sie am Vortag kaum absehbar waren. Es ist diese Spontaneität, die das Team verbindet. Die Digital Unit fungiert mittlerweile als Delivery Center und Co-Working Space, um beispielsweise Kundenportale zu entwickeln und Dienstleistungen digital zu vergeben. Selbstverständlich ist die Arbeitsweise agil, und der Einsatz innovativer Technologien wie Cloud-Anwendungen ist eine Selbstverständlichkeit. Trotzdem ist es auch in Berlin nicht alles Süße und Licht und Mitarbeiter stoßen manchmal auf eine sprichwörtliche Mauer.

“Aber das spielt keine Rolle”, betont Imme als Ermutigung für sein Team, “der Mut, auch mit Misserfolgen offen umzugehen, ist ein Wert, der in Zukunft noch weiter gestärkt werden muss. In dieser Hinsicht muss das gesamte Unternehmen in ein Umdenken eintauchen.” Der Volkswagen (VW) Konzern hat alle Lieferverträge mit dem bosnischen Zulieferer Prevent Group gekündigt, wie Automotive News am 6. April mitteilte. Dem Bericht zufolge wurden die langfristigen Lieferverträge mit VW am 21. März fristlos gekündigt, und der Autobauer weigerte sich, teileteile ab dem 22. März zu akzeptieren. Die abrupte Kündigung von Lieferverträgen hat den bosnischen Zulieferer gezwungen, 90 Mitarbeiter im Prevent Foamtec-Werk in Stendal zu entlassen. Prevent behauptete, dass seine 700 Beschäftigten in anderen Konzerngesellschaften entweder mit Arbeitszeitverkürzung enderzeit oder mit Kündigungen konfrontiert seien. Der Zulieferer hat die Klage von VW als “illegal” bezeichnet und erwägt rechtliche Schritte gegen den Autobauer. Seit der Einführung der Digital Unit im Jahr 2017 hat das Team große Fortschritte gemacht. Bis heute hat das Digitale Programm 89 digitale Dienste in 24 der 30 Märkte eingeführt, auf die sich konzentriert wird. Insgesamt wurden 2018 weltweit bereits 66.000 Online-Verträge abgeschlossen.

Auf dem Weg zum digitalen Captive will Volkswagen Financial Services seine Kundenkontakte massiv ausbauen: Ziel sind 400 bis 600 Millionen Kundenkontaktstellen pro Jahr. Anlaufstellen können analog oder digital sein und sich auf das Kerngeschäft oder neue Mobilitätsdienstleistungen beziehen – zum Beispiel in den Bereichen Parken und Tanken/Laden. Bis 2025 sollen zudem 2,5 Millionen neue Verträge pro Jahr online abgeschlossen werden. Dies umfasst Verträge für Dienstleistungen wie Wartung und Inspektion, Versicherungsverträge bis hin zu Verträgen über die gesamte Fahrzeugfinanzierung oder das Leasing.